Samstag, 29. November 2008
















Na so ein Glueck...ploetzlich haben sich PC und Kamera doch noch angefreundet, so dass ihr auch in den Genuss der neuesten Bilder kommt und sogar einen Eindruck indischer Tanzkunst bekommt.

Bangalore und Mumbai

Hallo ihr lieben,
das wichtigste Vorweg: Nein, wir sind nicht von den Terroranschlaegen in Mumbai betroffen. Wir haben davon aus der Zeitung erfahren, als wir grade im Zug von Bangalore zurueck nach Vizag sassen.
Und damit komme ich auch schon zum zweitwichtigsten Punkt: Unser Besuch in Bangalore. Dort fand dieses Jahr das erste All-India-Partnersmeeting der Kindernothilfe statt und wir durften sozusagen live dabei sein. Das war wirklich interessant. Es waren ungefaehr 50 Leute aus den verschiedensten Bereichen der Entwicklungshilfe da. Da waren Organsationen, die mit AIDS-Kranken arbeiten vertreten, Partnersorganisationen, die sich fuer Strassenkinder in Chennai einsetzen und sogar Leute aus Sri Lanka.
Nach dem Meeting hatten wir noch 1,5 Tage Zeit um ein bisschen Bangalore zu besichtigen. Das war einfach toll. Am Mittwoch haben wir uns fuer einen Tag aus Indien verabschiedet und sind in den Westen gefluechtet. Nachdem wir eine weitere deutsche Freiwillige abgeholt haben, sind wir erst einmal gemeinsam Fruehstuecken gegangen.
So richtig mit Muffins und heisser Schokolade im Cafe, dann ganz viel Shoppen in eleganten Shoppingmalls, Pause mit ner Cola bei Subways, dann ca 1 h in nem riesigen Buchladen (ich habe mir gleich 4 Buecher auf Vorrat gekauft, hier gibt es sowas ja nicht). dann haben wir den naechsten Pizza hut erobert und die erste Pizza seit 4 Monaten genossen. beendet wurde der tag dann mit einer heissen Dusche (auch etwas, was ich seit 4 Monaten nicht mehr gemacht habe) in unserem super-luxurioesen Zimmer im Christ-college. Das tat so unglaublich gut!!!

Tja, und wenn sich jetzt der Computer mit meiner Kamera anfreunden koennte, dann wuerdet ihr auch ein paar Fotos sehen. Aber vermutlich haben die beiden heute einen schlechten Tag.

Ich hoffe, Ihr seid alle gesund und habt noch nicht so viel Weihnachststress. Wir werden uns morgen unseren Adventskranz binden. Aus Palmenblaettern und roter Waescheleine.
Macht's gut und bis bald
eure Svenja

Freitag, 21. November 2008

Hallo ihr alle,

mal wieder ein kleiner Zwischenbericht aus der Ferne. Nachdem wir mittlerweile auch viele der umliegenden Doerfern besichtigt haben, und sogar in einem uebernachtet haben (es lebe die Zivilisation) machen wir uns morgen auf den Weg nach Bangalore, soz. das totale Kontrastprogramm. Dort findet fuer 2 Tage das all-indian-partners meeting der Kindernothilfe statt und im Anschluss werden wir noch 2 tage die Stadt besichtigen. DArauf freu ich mich schon tierisch, denn hier faellt mir regelmaessig die Decke auf den Kopf. es ist fuer uns naemlich immer noch schwierig den Campus zu verlassen. Weniger wegen Unruhen od. ae. sondern schlichtweg, weil die Inder absolut kein Vertrauen in ihre eigenen Landsleute haben und befuerchten das jeder einzelne Einwohner in Semiliguda die Absicht hat, uns aufzufressen.

Sobald wir aus Bangalore wieder zurueck sind, werde ich versuchen, euch mit Fotos zu versorgen.

Bis dahin seid lieb gegruesst

von eurer elli

Dienstag, 28. Oktober 2008

links: Sasi und ich auf einem Dorfbesuch









unten: so sehen Waschmaschinen in Indien aus;-)










links: Suomya, Miri und ich am Strand von Vizag.










unten: Riechen Hibiskusblueten eigentlich?












links: Das volle Programm inkl. Henna, Armreifen, Schal und Ohrringen

Montag, 20. Oktober 2008

links: englischunterricht fuer den staff in Kouteratla
rechts: Vizag bei Nacht
mein Zimmer


mal wieder ohne Strom

hallo meine lieben,


endlich die von euch langersehnten Fotos. das hier ist z.B. der Strand in Vizag. Allerdings sind wir seit gestern wieder in Semiliguda. Wollte euch nur ein bisschen neidisch machen auf 32 Grad, und Palmen ;-)

Ultimo-Artikel November

Gelb, rot, blau, gebluemt, mit Strass, mit Perlen oder traditionell bestickt, egal ob als Sari oder Panjabi, in Indien ist Farbe angesagt. Besonders auffaellig ist das natuerlich in einer Millionenstadt wie Vishakhapatnam. Da die Unruhen in Orissa weiter anhalten, wurden meine Mitfreiwillige und ich kurzerhand in die Hauptstadt des Bundesstaates Andhra Pradesh versetzt. Die am schnellsten wachsende Stadt Indien. Nach 2 Monaten im abgeschiedenen, eher laendlichen Orissa bietet und Vizag, wie es die Einheimischen nennen, das absolute Kontrastprogramm. Mehrstoeckige Wohnhaeuser draengen sich dicht an dicht und dort, wo noch Platz ist, findet man immer wieder kleine Ansammlungen blaettergedeckter Huetten, deren Waende manchmal nur aus ein paar Plastikplanen bestehen.
Dazwischen tummeln sich die typischen gelb-schwarzen Motor-rickshaws und auf den Strassen befindet sich alles, was sich in irgendeiner Form fortbewegen kann. Bei 36 C im Schatten ist es aber wahrlich kein Vergnuegen, auf der Strasse herumzuspazieren und so bin ich jedes Mal froh, wenn ich wieder in unseren klimatisierten Jeep klettern kann und unser Fahrer uns sicher durch dieses rollende Chaos manoevriert. Und ausserdem kann ich aus dem Auto auch viel besser die Leute beobachten. Im Geiste habe ich schon mindestens 10 Saris gekauft, einer exotisches als der andere, aber in Wirklichkeit habe ich mich bis jetzt auf zwei huebsche Schals beschraenkt. Nun, was nicht ist,…nicht wahr?
Aber so faszinierend es auch ist, bei gleissendem Sonnenschein die Kuestenstrasse entlang zu fahren, links auf eine Reihe Palmen und das glitzernde Blau des Golfs von Bengalen zu schauen und rechts abwechselnd kleine Fischerhuetten und vornehme Wohngegenden zu sehen; am stimmungsvollsten ist diese Stadt bei Nacht. Dann zeigt sie zwar nicht ihr wahres Gesicht, ich vermute, das ist eh unter einer Schicht Muell und einigen Smog-Wolken verborgen, aber bei Dunkelheit an den vielen kleinen Laeden vorbei zu schlendern, ist einfach schoen. Da die Sonne hier naemlich schon um 18.15 Uhr Ortszeit untergeht, sind die Abende lang und wir haben genug Zeit, die letzten Einkaeufe zu erldeigen oder ein wenig am Strand zu sitzen. Es ist schon ein seltsames Gefuehl, zu wissen, dass hinter dem Horizont Laender wie Thailand oder Australien liegen.